Mittwoch, 29. Juli 2020

Fortbildung im REKS am Westend: "Paar- und Sexualberatung"

Von Freitag bis Sonntag findet im Reks am Westend die Fortbildung "Paar- und Sexualberatung" mit mir als Dozentin statt.
Infos unter
https://reksamwestend.de/psychotherapie-ausbildung/paar-beratung-therapie-ausbildung-berlin.html

Montag, 22. Juni 2020

Interview beim Liebeskongress für Erwachsene

Heute wird mein Interview beim Liebeskongress für Erwachsene um 16 Uhr gezeigt. Hört mal rein!
Es geht um die Worte der Lust: Wie komme ich mit meinem Partner erotisch ins Gespräch? Wie kann ich meine Bedürfnisse und Wünsche einfühlsam mitteilen?

Link zum Interview: http://www.liebeskongress-fuer-erwachsene.de 

Sonntag, 31. Mai 2020

Die Sprachlosigkeit in der Erotik

Viele Menschen wollen mehr Sex. Meistens meinen sie damit, dass sie besseren Sex wollen, was wiederum heißt, dass sie anderen Sex wollen. Aber wie sieht dieser andere Sex aus und warum habe ich ihn nicht? Das, was oft jahrelang praktiziert wurde ist irgendwann aus der gemeinsamen Schnittmenge der Vorstellungen entstanden.

Oft funktioniert dann aber das Altbewährte nicht mehr.

Neues ausprobieren sorgt meistens erstmal für Verunsicherung. Ist das überhaupt möglich, darf ich das? Wie reagiert mein Partner darauf? Immer wieder denke ich darüber nach, etwas zu sagen und aus Rücksicht schweige ich dann doch lieber und dann wird Sex zum Kompromiss. Mit dem Resultat von erotischem Desinteresse.

Wie kann die gemeinsame Schnittmenge vergrößert werden? Gemeinsame Entwicklung beginnt erst, wenn die zur Routine gewordenen Kompromisse gekündigt werden. Wenn ich offen dazu stehe, dass ich jahrelang Handlungen für gut befunden habe, die mir keine Lust verschaffen. Das Aussprechen von ungeliebten Praktiken stellt große Anforderungen an die seelische Reife jeder der Beteiligten, ist aber Voraussetzung für neue Impulse und um unbekannte Wege einzuschlagen.

Viele Menschen haben noch gar keine Sprache, um erotisch ins Gespräch zu kommen. Oder wissen nicht, wie sie ein Gespräch beginnen können. Oder sie sind zu sehr im „außen“ orientiert, was „man“ im Bett macht und was allgemein üblich ist und es bestehen diesbezüglich Unsicherheiten. Wichtig ist dabei über das eigene Erleben zu sprechen, um die Orientierung nach „innen“.

Um erste Impulse für das sinnliche Gespräch unter Liebenden zu erhalten eignet sich mein Webinar „Worte der Lust“, das am Dienstag, den 21. Juli 2020, 19-20 Uhr stattfindet.

Wie lässt sich Sexualität eigentlich definieren?

Sexualität ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Sie ist ein grundlegendes Thema und ein wichtiger Faktor seiner Persönlichkeitsentwicklung und seiner Identität. Entsprechend verschieden ist das Leben und Erleben von Sexualität. Sie ist ein wesentliches Element der individuellen Lebensweise des Menschen. Sexualität ist Attribut eines jeden Menschen und nicht einer bestimmten Beziehung. Sie ist weder gebunden an einen bestimmten Status noch an einen bestimmten Zeitabschnitt im Lebenszyklus eines Menschen. Sexualität ist genitale Sexualität und mehr. Sexualität bedeutet Zärtlichkeit und Geborgenheit, Sinnlichkeit und Kommunikation, Lustempfinden und Befriedigung. Sie kann aber auch verbunden sein mit der Erfahrung von Machtausübung und Gewalt. Sexualität ist eingebettet in ein komplexes Netz individueller und gesellschaftlicher Normen und Wertvorstellungen. Sie beruht ebenso auf biologischen wie auf psychosozialen und emotionalen Vorgängen und Gegebenheiten. Das individuelle sexuelle Erleben und Verhalten ist das Ergebnis vielfältiger Lernprozesse in sozialer Interaktion. Identitäts- und Beziehungsaspekte sind bedeutende Eckpfeiler der sexuellen Sozialisation.